BR| Pannen befeuern Verschwörungstheorien


Ermittlungspannen, Widersprüche, geschredderte Akten: report München liegen neue Unterlagen zur Ermittlungsarbeit vor. Weil im NSU-Komplex nach wie vor viele Fragen offen sind, gibt es gefährliche Verschwörungstheorien.

Von: Philipp Grüll, Marcus Weller

Mehr als vier Jahre nach dem Auffliegen des NSU in Eisenach sind nach wie vor viele Fragen offen: Warum zum Beispiel wurde das Wohnmobil mit den Leichen von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt an Bord in eine private Halle abgeschleppt? Oder: Wieso waren jahrelang Fotos von Feuerwehr und Polizei verschwunden?

Wenn sich eines der Rätsel auflöst, tun sich oft neue auf: So sind die verschwundenen Fotos jetzt nach Jahren wieder aufgetaucht. Auf einem Bild liegt eine blutige Harke auf dem Kopf eines der Toten. Wie kann das sein? Hat tatsächlich der Einsatzleiter damit im Wohnmobil herumgestochert, wie Zeugen dem NSU-Untersuchungsausschuss in Thüringen berichteten.

„Das kann man doch nicht erklären“, sagt die Linken-Politikerin Katharina König.

„Das ist keine normale Polizeiarbeit.“

Katharina König, Die Linke

König ist Landtagsabgeordnete in Thüringen. Nicht nur Ausschussmitglieder wie sie kritisieren das Vorgehen des Einsatzleiters in Eisenach am 4. November 2011. Auch Beamte, die als Zeugen ausgesagt haben, halten die Tatortarbeit für fragwürdig.

Hinweis auf V-Mann der Polizei

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