Handelsblatt| „Höcke will einen Führer-Staat“


Beispiel: Björn Höcke. Meuthen soll sich demnach im vergangenen Jahr vehement gegen die Absicht des damaligen AfD-Chefs Lucke gestellt haben, den Chef der Thüringer AfD, Höcke, seines Amtes zu entheben. „Herr Meuthen ist für mich ein klassischer Schattenboxer“, sagt Henkel. Nach außen tue er so, als würde er sich gegen den rechtsnationalen Höcke-Flügel stellen, nach innen sei er es gewesen, der die Einstellung des Amtsenthebungsverfahrens gegen Höcke mit betrieben habe. „Er tanzt auf allen Hochzeiten“, sagte Henkel über Meuthen.

Meuthen stellte sich auch quer, nachdem seine Mit-Parteivorsitzende Frauke Petry jüngst ein Parteiausschlussverfahren gegen Höcke nach dessen rassistischer Rede auf einer Veranstaltung des neurechten Instituts für Staatspolitik vorgeschlagen hatte. In der „Stuttgarter Zeitung“ verteidigte er seine Haltung damit, dass auf die Höcke-Rede als erster aus dem Bundesvorstand „scharf reagiert“ habe. „Ich meldete mich mit einer Pressemitteilung – die kam von mir, nicht vom Bundesvorstand –, dass das indiskutabel sei und dass diese Äußerungen ohne weiteres als rassistisch interpretiert werden können – wobei man darüber diskutieren kann, ob sie es tatsächlich sind.“

 

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