BILD| Zschäpe und Mundlos arbeiteten für V-Mann


Beate Zschäpe, Hauptangeklagte im NSU-Prozess, soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur während ihrer Zeit im Untergrund in Zwickau für einen V-Mann des Verfassungsschutzes gearbeitet haben.

Ralf Marschner, der das Geschäft betrieben haben soll, war unter dem Tarnnamen „Primus“ auch für das Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln (BfV) tätig. Er soll außerdem den NSU-Terroristen Uwe Mundlos beschäftigt haben

Das berichtete ein „Welt“-Autorenteam um Stefan Aust in der am Mittwochabend ausgestrahlten ARD-Dokumentation „Der NSU-Komplex“.

In den Jahren 2000 bis 2007 töteten die NSU-Terroristen zehn Menschen und verletzten mit Sprengstoffanschlägen Dutzende Menschen. Von 2000 bis 2002, also genau zum Beginn der Mordserie, soll Mundlos unter einem Decknamen für die Baufirma des V-Mannes gearbeitet haben.

Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen dementierte gegenüber der „Welt“: „Nach unserer Erkenntnislage und nach den Auskünften der damals zuständigen Mitarbeiter haben wir keine Anhaltspunkte dafür, dass es so war.“ Die Journalisten berufen sich dagegen auf Dokumente und Zeugenaussagen.

 

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