FR| Heiße Spur führt zum Verfassungsschutz


Ein V-Mann aus der Neonaziszene soll Uwe Mundlos unter falschem Namen in seiner Firma beschäftigt haben. Es ist nicht die einzige Spur, die zu dem Abbruchunternehmen führt.

Neue Enthüllungen über Kontakte eines V-Manns zu dem mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Mundlos rücken den Verfassungsschutz erneut ins Zwielicht. In einer am Mittwochabend ausgestrahlten ARD-Dokumentation bestätigte ein Zeuge, dass Mundlos in den Jahren 2000 und 2001 in einer Zwickauer Baufirma als Vorarbeiter angestellt gewesen sei. Die Firma gehörte dem Zwickauer Neonazi Ralf Marschner, der zwischen 1992 und 2002 unter dem Decknamen „Primus“ vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) als Spitzel geführt und bezahlt wurde. Bis 2001 hatte der NSU bereits vier Morde, einen Sprengstoffanschlag und fünf Raubüberfälle begangen.

In den 1990er Jahren war Ralf Marschner gefürchtet in ganz Zwickau. Der Neonazi galt als unbeherrscht und extrem gewalttätig. So ganz scheint das der angebliche Szeneaussteiger noch nicht abgelegt zu haben. Das Autorenteam der Dokumentation „Der NSU-Komplex“ hatte Marschner in Vaduz aufgespürt, um mit ihm über seine Kontakte zum mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Mundlos zu sprechen. Sofort ging der Zwickauer, der im Fürstentum einen Antiquitätenhandel betreibt, vor laufender Kamera mit Fäusten und Fußtritten auf die Journalisten los.

 

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