NPD sprach bereits 2014 im Sächsischen Landtag von der Verbindung Zschäpe/Mundlos und V-Mann Marschner


NPD Kampfblatt „Deutsche Stimme“ titelt

Der NSU, der V-Mann Ralf Marschner und das gespielte Entsetzen  (Online 08.04.2016)

über die längst bekannte Verbindung des Trios zum V-Mann Marschner . Der NPD-Abgeordnete  Schimmer hatte diesen Hinweis in seiner Rede in der Debatte zum Abschlußbericht des 3. Untersuchungsausschusses der 5. Wahlperiode des Sächsischen Landtags (Drs. 5/14688) im Parlament gehalten.

Wörtlich sagte der NPD-Politiker zu diesem Themenbereich:

Noch viel unglaublicher ist der Fall des V-Manns Primus alias Ralf Marschner, der von allen seinen Freunden nur „Manole“ gerufen wurde und im Auftrag des Bundesamtes für Verfassungsschutz spitzelte. Der Fall dieses Zwickauer Skinheads und V-Mannes ist dazu geeignet, den gesamten NSU-Komplex in seinen Grundfesten zu erschüttern. Marschner wurde von 1992 bis 2002 als V-Mann im Bereich Rechtsextremismus eingesetzt und wohnte nach dem Umzug des Trios von Chemnitz nach Zwickau im Juli 2000 in unmittelbarer Nähe der Zwickauer Polenzstraße, wo Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe wohnten. Obwohl V-Mann Primus als absolute Top-Quelle galt, über die gesamte rechte Szene in Westsachsen ausführlichst berichtete und Hunderte von Konzertbesuchern von Skinhead- Konzerten identifizierte, soll er angeblich im Rahmen seiner V-Mann-Tätigkeit nie über das Trio berichtet haben, obwohl eine Zeugenaussage vorliegt, daß Beate Zschäpe in einem seiner Läden in Zwickau ein Stammgast war.

Dieser V-Mann Primus alias Ralf Marschner besaß in Zwickau aber nicht nur zwei Szene-Läden, sondern auch eine Bau-Firma, und genau für jene Firma mit dem Namen Bauservice Marschner wurde für den 13. Juni 2001 von 18 Uhr bis zum 14 Juni um 18 Uhr ein Lieferwagen angemietet, genau für das kurze Zeitfenster, im dem sich in Nürnberg der zweite Mord der sogenannten Ceska-Mordserie ereignet. Aber damit nicht genug: Obwohl sowohl Marschners Läden als auch sein Baugeschäft schlecht laufen und die Anmietung größerer Fahrzeuge deshalb eine absolute Ausnahme bleibt, wird über die Baufirma des V-Manns Primus auch für den 29. August 2001 ein Fahrzeug angemietet, als sich in München der vierte Mord der sogenannten Ceska-Serie an dem Gemüsehändler Habil Kilic ereignet.

Was in einem normalen kriminalistischen Verfahren als brennend heiße Spur gelten würde, wird hier bagatellisiert, denn im NSU-Verfahren sind die Regeln eines normalen Verfahrens auf den Kopf gestellt. Alles, jedweder noch so gravierende und noch so zum Himmel schreiende Widerspruch wird hier entweder zur Panne oder zum Zufall erklärt, und niemand soll es wagen, Fragen zu offensichtlichsten Widersprüchen zu stellen, denn dann ist man ein Verschwörungstheoretiker oder ein Spinner. Die völlig aus dem Rahmen fallenden Fahrzeug-Anmietungen über Marschners Baufirma sind hier in dieser zynischen Lesart also ein Zufall, die Vernichtung von Marschners V-Mann-Akten schon vor dem Ende der Löschfrist sind dann also eine Panne……

Aber auch zu einem anderen Komplex führt der damalige Abgeordnete Schimmer einige heikle Informationen aus:

Aber nicht nur die Umstände des Untertauchens des Trios in Zwickau sind bemerkenswert, sondern auch das zweieinhalbjährige Untertauchen in Chemnitz vom Januar 1998 bis zum Juli 2000 ist durch diverse Merkwürdigkeiten gekennzeichnet. Das gesamte Blood & Honour-Netzwerk im Chemnitz der Jahrtausendwende, das das Trio beim Untertauchen unterstützte, war von V-Leuten durchsetzt, wurde akribisch von diversen Geheimdiensten überwacht und war Gegenstand zahlreicher G-10-Maßnahmen. Allein im Jahr 2000 führte das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz mehr als ein halbes Dutzend Observationsoperationen in Chemnitz unter der Bezeichnung „Terzett“ durch, parallel dazu observierte auch das Thüringer Landesamt die Strukturen der Skinheadvereinigung „Blood & Honour“ in der Stadt.

Die Bemerkenswerteste dieser Observationen wird sich am 6. Mai 2000 in Chemnitz zutragen: Dort fotografiert um 19 Uhr 10 eine Observationsstreife Uwe Böhnhardt vor der Bernhardstraße 11 und macht dann – nichts. Uwe Böhnhardt kann in dieser Nacht wohl noch mutmaßlich in der Bernhardstraße 11 übernachten, aber eine Festnahmeeinheit wird nicht benachrichtigt und damit eine einmalige Möglichkeit wieder vertan. Das Ganze geht dann genauso schlecht und dilettantisch weiter: Die Fotos bleiben erstmal wochenlang liegen, bevor das BKA mit Blick auf alte Fotos von Böhnhardt zu der Feststellung kommt – ich zitiere – „die bei einem allgemeinen Vergleich festgestellten optischen Übereinstimmungen deuten darauf hin, daß es sich bei den auf den betreffenden Aufnahmen abgebildeten Personen um ein und dieselbe Person handelt.“ Der Zielfahnder Sven Wunderlich wird über Böhnhardts Sichtung vor dem Haus von Mandy Struck dann geschlagene neun Tage später informiert.

Quelle: NPD

 

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