DW| Saar-AfD weist Intervention der Bundespartei zurück


Im März hatte die Bundesführung der rechtspopulistischen Partei AfD beschlossen, den saarländischen Landesverband wegen Kontakten zu Rechtsradikalen aufzulösen. Der Landesparteitag lässt sich das nicht gefallen.

Im Konflikt mit der Bundesspitze der Partei „Alternative für Deutschland“ hat sich der Landesparteitag der saarländischen AfD hinter den umstrittenen Vorsitzenden Josef Dörr und dessen Stellvertreter Lutz Hecker gestellt. Die Delegierten sprachen den beiden in Völklingen mit breiter Mehrheit das Vertrauen aus.

Die Bundesführung um Parteichefin Frauke Petry hatte im März entschieden, den Landesverband wegen angeblicher Verbindungen von Dörr und Hecker zu Rechtsradikalen aufzulösen. Doch vor einer Woche stoppte ein Parteischiedsgericht das Vorhaben. Die Parteijuristen machten deutlich, dass der Bundesvorstand bisher keine Beweise für seine Vorhaltungen vorgelegt habe.

Den beiden Landespolitikern wird vorgeworfen, unter anderem im Herbst in engem Kontakt mit dem früheren rheinland-pfälzischen NPD-Landesvize Sascha Wagner und Ulrike Reinhardt, Aktivistin der „Pfälzer Spaziergänger“, gestanden zu haben. Diese Gruppe protestiert gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und wird nach Ansicht von Verfassungsschützern ebenfalls von der NPD dominiert.

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