Spiegel| Roman Reusch: AfD-Politiker zum Chef-Staatsanwalt in Berlin befördert


Er sitzt im Vorstand der AfD in Brandenburg und vertritt umstrittene Thesen zur Jugend- und Ausländerkriminalität. Trotzdem soll Roman Reusch jetzt Berlins Leitender Oberstaatsanwalt werden.

Brandenburgs AfD -Chef Alexander Gauland hat kein Verständnis für die Aufregung um seinen Parteikollegen. „Ich verstehe das nicht. Herr Reusch ist offensichtlich ein zuverlässiger Beamter, über seinen beruflichen Werdegang haben seine Vorgesetzten zu entscheiden“, sagte er zu SPIEGEL ONLINE. „Wenn er nun befördert wird, entspricht das den normalen Regelungen des Beamtenrechts. Die Tatsache, dass er der AfD angehört, kann dabei keine Rolle spielen.“

Worum geht es? Der „Tagesspiegel“ hatte berichtet, dass der Staatsanwalt Roman Reusch in Berlin zum Leitenden Oberstaatsanwalt befördert worden ist. Bei der Generalstaatsanwaltschaft habe der 61-Jährige die Abteilung „Auslieferung ausländischer Straftäter, Internationale Rechtshilfe“ als Chef übernommen.

Gleichzeitig ist Reusch Mitglied der Alternative für Deutschland in Brandenburg, als Beisitzer engagiert er sich im Landesvorstand der Rechtspopulisten vor Ort.

Justizsprecher Martin Steltner bestätigte SPIEGEL ONLINE die Beförderung Reuschs – und rechtfertigte sie: „Reusch leistet hervorragende Arbeit. Er ist nicht Mitglied einer verbotenen Vereinigung, es ist sein gutes Recht, sich zu engagieren.“ Solange Reusch sich ordnungsgemäß verhalte, gebe es keine Probleme.

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