JA| AFD: »Völlig inakzeptabel«


Forderungen der Partei, den Islam zu kriminalisieren, stoßen auf Ablehnung

 von Martin KraussMartin Krauss

 Der Vorstoß der Partei »Alternative für Deutschland« (AfD), den Islam als unvereinbar mit Grundgesetz und Demokratie darzustellen, ist auf breite Ablehnung gestoßen. Konkret fordern weite Teile der AfD-Spitze um Alexander Gauland und Beatrix von Storch, unterstützt von der Vorsitzenden Frauke Petry ein Verbot von Minaretten, Muezzins und Vollverschleierungen. So soll es Ende April, Anfang Mai in Stuttgart im Grundsatzprogramm der Partei beschlossen werden.

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, nannte die Forderung nach einem Islamverbot »völlig inakzeptabel«. Die Behauptung, der Islam sei mit der Demokratie nicht vereinbar, sei »unwahr, abwertend und diskriminiert eine ganze Religionsgemeinschaft«. Schuster weiter: »Ich verwahre mich auch gegen die Aussage der stellvertretenden AfD-Parteivorsitzenden von Storch, dass antisemitische Übergriffe heute einen überwiegend islamistischen Hintergrund haben.«

RECHTSEXTREMISMUS Es sei infam, wenn eine Partei wie die AfD, die rechtsextremes Gedankengut in ihren eigenen Reihen dulde, nun andere Menschen des Antisemitismus bezichtige. »Das Gros antisemitischer Übergriffe in Deutschland wird immer noch von Rechtsextremisten verübt.«

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