n-tv| Europas Rechtspopulisten| AfD – Putins nützliche Idioten


Von Florian Hartleb

Die AfD schmiedet eine immer engere Bande zum Russland von Wladimir Putin. Damit reiht sie sich in eine Liste offen faschistischer Parteien ein.

Nun ist es offiziell: Die AfD pflegt immer engere Bande zu Russland. Der „Spiegel“ berichtet morgen von einer neuen Stufe der Freundschaft, die immer mehr zu einer Liebesbeziehung wird. Die Jugendorganisationen verbünden sich. Der Lebensgefährte von AfD-Chefin Frauke Petry, der nordrhein-westfälische AfD-Vorsitzende Marcus Pretzell, reiste mit FPÖ-Politikern als Ehrengast auf die von Russland besetzte Krim. Er sprach auf einem internationalen Wirtschaftsforum, das sich gegen die Sanktionen richtet. Was ist dran an dieser seltsamen Allianz zwischen Europas Rechtspopulisten und Putins Russland?

Lange Zeit spielte das internationale Parkett für Europas Rechtspopulisten nur eine untergeordnete Rolle. Mitunter tauchte ein gewisser Antiamerikanismus auf. Verschwörungstheorien nach dem 11. September 2001 grassierten in rechtsnationalen Milieus. Vor allem ging es aber um nationale Politik: Kritik an den Etablierten, der Ruf nach Recht und Ordnung und nach direkter Demokratie. Russland tauchte in Programmen oder Reden der Rechtspopulisten kaum auf. 2014 änderte sich das schlagartig.

Bei dem umstrittenen Referendum auf der Krim setzte Moskau im März 2014 auf Wahlbeobachter des französischen Front National, des belgischen Vlaams Belang, der ungarischen Jobbik-Partei, der italienischen Lega Nord und der österreichischen FPÖ. Diese Formationen bestätigten bibel- und befehlsgetreu den demokratischen Charakter.

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