BILD| Die AfD, der Islam und ein Hirnforscher


  • VON MARGOT KÄSSMAN

Es gab eine sehr dunkle Zeit in unserer Geschichte, in der eine rassistische Ideologie erklärte, Menschen jüdischen Glaubens gehörten nicht in unser Land. Aus diesem Irrweg und der Schuld, die wir auf uns geladen haben, hat Deutschland gelernt. Heute heißt es in unserem Grundgesetz, dass kein Mensch wegen seiner religiösen Anschauung benachteiligt werden darf.

Das ist ein wichtiger Satz für unsere Demokratie. Und als Christin weiß ich ihn besonders zu schätzen. Allzu lange haben konfessionelle Auseinandersetzungen die deutschen Lande belastet. Im dreißigjährigen Krieg, in dem es gewiss nicht nur um Religion ging, wurde im Namen des Glaubens ein großer Teil der Bevölkerung ausgelöscht.

Nun behauptet die AfD, der Islam sei mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Was wollen Frau von Storch, Herr Gauland, Frau Petry? Dass in Deutschland ausschließlich Juden, Christen und Atheisten leben? Dass beim Grenzübertritt, beim Wohnungskauf, beim Abschluss eines Arbeitsvertrages gefragt wird: „Sind Sie Muslim?“

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