Recherchemd| Das Nazi-Netzwerk der AfD Sachsen-Anhalt – Ein Überblick


Die Magdeburger Volksstimme gibt mit Datum vom 22.04.2016 eine weitere Personalie der AfD-Landtagsfraktion bekannt. Der Landtagsabgeordnete Jan Wenzel Schmidt beschäftigt mit Stefan Träger einen ehemaligen NPD-Bundestagskandidaten als Wahlkreismitarbeiter [1]. Tatsächlich ist Träger nicht die einzige Personalie im neonazistischen Umfeld der AfD Sachsen-Anhalt. Wir versuchen im Folgenden einer Überblick der bisherigen Erkenntnisse.

Stefan Träger war lange Zeit in der NPD-Jugendorganisation JN aktiv und bekleidete neben NPD-Stadtrat Matthias Gärtner und Björn Stolle die Position des Sprechers in der JN-Hochschulgruppe “Studentische Interessen” an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.[2] Der durch die AfD-Abgeordneten behauptete Ausstieg Trägers aus der Szene darf ernsthaft bezweifelt werden. Auch heute ist er noch in der neonazistisch dominierten Identitären Bewegung aktiv. Trotz seiner angeblichen Nicht-Mitgliedschaft scheint Träger schon länger tief in die AfD-Strukturen involviert. Auf Facebook findet er sich seit einiger Zeit in den Freundelisten zahlreicher AfD-Abgeordneter wieder. So wird die im Volksstimme-Artikel genannte Auschlussklausel zur AfD-Mitgliedschaft zur Farce.

Identitäre Bewegung und Neue Rechte

Der 24-jährige Student Jan Wenzel Schmidt ist Landeschef der AfD-Jugend „Junge Alternative“. Am 3. April sprach Schmidt selbst bei einer Veranstaltung der Identitären Bewegung Harz. An dieser Veranstaltung nahmen außerdem die heutige AfD-Fraktionsmitarbeiterin und Vorsitzende des Kreisverbandes Harz, Yvonne Sturm, der verurteilte Neonazi-Schläger Emanuel Reuter, Coline Westphal und Michele Kurth teil. [3]
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