Spiegel| CDU und AfD in Sachsen-Anhalt: Rechte Randgeschichten


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Die AfD in Sachsen-Anhalt gilt als Teil des Hardliner-Flügels der Partei. Trotzdem würden einige CDU-Politiker im Zweifel mit den Rechten zusammenarbeiten. Für Ministerpräsident Haseloff könnte das zum Problem werden.

Gerade eben ist Reiner Haseloff zum Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt gewählt worden. Doch es ist nicht der richtige Moment für Euphorie. Als der CDU-Politiker im Magdeburger Landtag ans Rednerpult tritt, macht er ein ernstes Gesicht. Es gehe nun darum, eine „weitere Polarisierung unserer Gesellschaft“ zu verhindern, sagt er. Und: „Die Werte, für die wir stehen“ müssten gestärkt werden.

Es sind Worte, die auch nach innen wirken sollen.

Denn an diesem Montag muss Haseloff einmal mehr erleben: Seine neue Kenia-Koalition mit SPD und den Grünen ist ein Wackelbündnis. 41 Stimmen hat der 62-Jährige im ersten Wahlgang erhalten, fünf weniger, als die drei Fraktionen aufbringen. Durchgefallen in Runde eins, deutlicher als befürchtet.

Sicher ist auch am Tag zwei nach der geheimen Abstimmung nicht, wer die Abweichler sind. Doch es liegt nahe, dass sie weitgehend aus Haseloffs eigener Mannschaft stammen könnten. Es wäre nicht das erste Mal, dass die eigenen Leute querschießen.

Ärger mit den Grünen

 

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