Abendblatt| Nach Eklat: AfD will Flocken aus der Partei ausschließen


Von Jens Meyer-Wellmann

Der AfD-Mann war am Mittwoch von der Parlamentssitzung ausgeschlossen worden. AfD-Landeschef bezeichnet Rede als „unterirdisch“.

Der Hamburger AfD-Politiker Ludwig Flocken muss nach seiner islamfeindlichen Rede in der Bürgerschaft am Mittwoch mit einem Ausschluss aus der Partei rechnen. AfD-Landeschef Bernd Baumann bezeichnete Flockens Rede am Donnerstag als „unterirdisch“ und sagte dem Abendblatt: „Das hat mit AfD nichts zu tun.“ Die Partei prüfe nun, wie sie gegen Flocken vorgehen könne, da zu gehöre auch ein Parteiausschlussverfahren.

Flocken hatte in einer Rede zum Thema Salafismus betont, „keinen Respekt vor dem Islam“ zu haben: „Keinen Respekt vor einem absurden Ausmaß an Frauenverachtung, vor Menschen, die ihre Frauen genitalverstümmeln, als Müllsäcke verkleiden, vergewaltigen und die Vergewaltigten noch bestrafen und ermorden.“ Er brachte den Islam auch mit Missbrauch und Vergewaltigung von Babys in Zusammenhang und sagte, er hoffe „inständig, dass diese gottverdammte Religion in die Wüste zurückkehrt, aus der sie gekommen ist“.

Die Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit hatte Flocken nach einer von der Linken beantragten Sitzung des Ältestenrates von der weiteren Sitzung des Bürgerschaft ausgeschlossen.

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