n-tv| Die AfD und Rechtsradikale: Petry will „völkisch“ entspannt benutzen


AfD-Chefin Frauke Petry verteidigt im Interview mit RTL die Islamkritik im Programmentwurf ihrer Partei. Gleichzeitig wiederholt sie, es gebe eine Grenze nach rechts. Trotzdem müsse man beim Begriff „Volk“ einfach entspannter werden.

Frauke Petry hat erneut betont, dass die AfD sich nach rechts abgrenzen will und gleichzeitig die islamkritische Ausrichtung ihrer Partei verteidigt.

Laut Leitantrag der AfD gehört der Islam „nicht zu Deutschland“. Im RTL-Nachtjournal erklärte Petry: „Ich würde das ganz gern ergänzen: Der Islam gehört in dieser Ausprägung, die wir gerade beschrieben haben, mit einem Herrschaftsanspruch und einer Intoleranz gegenüber einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung und auch gegenüber Minderheiten und anderen Religionen in der Tat so nicht zu Deutschland. Aber: Gut integrierte Muslime, die all das beachten, gehören für uns zu Deutschland.“

VIDEO

Zu den Vorwürfen der Rechtslastigkeit an die Adresse der AfD räumte Petry ein, die „Notwendigkeit einer scharfen Abgrenzung ist uns sehr wohl bewusst und wir versuchen nach bestem Wissen und Gewissen, sie in unseren Kreisverbänden durchzuhalten“. Die AfD habe „eines der strengsten Aufnahmekriterien für eine demokratische Partei. Wir nehmen generell keine Mitglieder auf, die jemals in der NPD waren, auch wenn dies Jahre zurückliegt.“

Sie sagte aber auch: „Wir sollten mit dem Begriff Volk und völkisch entspannter umgehen. Ich weiß, dass es eine schwierige Rhetorik ist, aber sich für das eigene Volk einzusetzen, ist die Hauptaufgabe jedes Politikers in einem Land.“

Die seit Jahrzehnten niedrige Geburtenrate in Deutschland erfordere eine neue politische Weichenstellung, damit wieder mehr Kinder geboren würden. Die etablierten Parteien glaubten hingegen, sie könnten mit Einwanderung „unsere kaputte Alterspyramide“ reparieren. Der CDU warf sie vor, sie vertrete einen „Großteil der eigenen Klientel nicht mehr“.

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: