TA| Höcke widerspricht Petry: AfD benötigt keine Kursbestimmung oder neue Abgrenzung nach rechts


Erfurt. Der Thüringer AfD-Vorsitzende Björn Höcke hat Forderungen von Bundeschefin Frauke Petry zurückgewiesen, wonach sich die Partei auf dem Bundesparteitag in Stuttgart zwischen einem konservativ-liberalen oder nationalkonservativ-sozialen Kurs entscheiden müsse.

„Ich sehe überhaupt keine Notwendigkeit für die AfD, sich grundsätzlich für einen bestimmten Kurs zu entscheiden“, sagte er der „Thüringer Allgemeinen“ (Freitagsausgabe). „Im Gegenteil: Die Partei muss sich möglichst breit aufstellen und das Beste aus konservativen, liberalen und sozialen Traditionen in einem neuen Patriotismus verbinden.“ Dabei sei ihm „das soziale Credo“ gerade aus ostdeutscher Sicht „besonders wichtig“.

Zuvor hatte Petry eine Richtungsbestimmung der Partei verlangt. „Die AfD wird sich entscheiden müssen, wo sie hin will. Will sie eine konservativ-liberale oder eine nationalkonservativ-soziale Partei sein?“, sagte sie dem Magazin „Stern“. Zudem verlangte sie eine „rote Linie“ bei der Abgrenzung nach rechts. Dazu gehöre, dass man Gewalt ablehne und Rassismus nicht dulde.

Höcke widersprach der Bundesvorsitzenden auch hier. „Wir brauchen keine weitere rote Linie, um uns von der NPD abzugrenzen, weil wir schon eine klare rote Linie haben“, sagte er der Zeitung. „Es gibt eine Liste mit Organisationen, mit denen wir nicht zusammenarbeiten. Und wir prüfen bei Neumitgliedern, ob sie diesen Organisationen angehört haben.“

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