TA| Neonazi Tino Brandt gerät erneut ins Visier der Justiz


Der frühere V-Mann soll im Gefängnis versucht haben, Medikamente weiterzugeben. Das kam auf kuriose Weise heraus.

Dem frühen V-Mann des Thüringer Verfassungsschutzes und einstigen Anführer der Neonazi-Kameradschaft Thüringer Heimatschutz, Tino Brandt, droht weiterer Ärger mit der Justiz. Nach Informationen unserer Zeitung soll er sich im Vorjahr in einer Petition an den Thüringer Landtag über eine Disziplinarmaßnahme der Haftanstalt Gera beklagt haben.Anlass der Maßregelung soll die versuchte Abgabe von Arzneimitteln an einen Mitgefangenen gewesen sein. Zu dieser Zeit saß Brandt noch in Untersuchungshaft. Im November 2014 wurde er vom Landgericht Gera wegen Kindesmissbrauchs zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Der Richterspruch ist bisher nicht rechtskräftig, da der Verurteilte gegen eine bereits erfolgte leichte Minderung seiner Haftstrafe Ende des Vorjahres erneut Revision eingelegt hatte.Der Landtag leitete die Petition auch an das Thüringer Justizministerium weiter. Nach Informationen unserer Zeitung bestätigte das Ministerium im Februar in einer Stellungnahme den in der Petition geschilderten Vorgang und sah zugleich kein fehlerhaftes Verhalten der Haftanstalt in Gera.Das Justizministerium vertritt die Auffassung, dass die unerlaubte Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente eine Straftat ist.

Bisher wurde keine Anzeige erstattet

 

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