FNP| Richtungskampf: Rückt die AfD noch weiter nach rechts?


Für die AfD ist das nicht irgendein Parteitag. In Stuttgart will sie am Wochenende ihren Kurs neu justieren. Sie könnte dann noch weiter nach rechts rücken. Hat Frauke Petry die Zügel noch in der Hand? Höcke & Co. melden eigene Machtansprüche an.

Schrill, schriller, AfD. In den Wochen vor ihrem Bundesparteitag hat die einstige Euroskeptiker-Partei eine Populismus-Rakete nach der anderen gezündet.

Vom Schusswaffengebrauch gegen Flüchtlinge über die Behauptung, der Islam sei „an sich eine politische Ideologie”, bis hin zu Spekulationen über einen Austritt Deutschlands aus der Nato reichen die Themen. Auf ihrem zweitägigen Parteitag, der an diesem Samstag in Stuttgart beginnt, muss die AfD jetzt aber Farbe bekennen, muss sagen, was wirklich gilt und was nur Effekthascherei war.

Vorstandswahlen stehen zwar diesmal nicht an. Doch die AfD wäre nicht die AfD, wenn es ganz ohne Animositäten, Personalquerelen und Machtdemonstrationen ablaufen würde. Parteichefin Frauke Petry plädiert kurz vor Beginn für eine klare Abgrenzung zum Rechtsextremismus. Der rechtsnationale Thüringer AfD-Chef Björn Höcke grätscht dazwischen. Er sieht dafür keine Notwendigkeit.

Sein Verbündeter, der Vorsitzende der AfD-Landtagsfraktion in Magdeburg, André Poggenburg, fordert nach dem guten Abschneiden der AfD in Sachsen-Anhalt müsse die Stimme seines Landesverbandes künftig auch in der Bundespartei mehr Gehör finden. Tatsächlich war die AfD in Sachsen-Anhalt aus dem Stand zweitstärkste Kraft hinter der CDU geworden. Allerdings verweist Petry, wenn man sie auf Höcke und Poggenburg anspricht, gerne darauf, die beiden seien schließlich nur Vertreter „kleiner Landesverbände”.

 

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