KAPITÄN SCHWANDT: HARTE FRAGEN AN DIE AFD


Mit Sorge stellte ich fest, dass in der Diskussion um die AfD eine gewisse Gemütlichkeit einkehrt.Viele Bürger, so scheint es mir, fangen an, sich an die sogenannte „Alternative für Deutschland“ (was für ein irrsinniger Name) zu gewöhnen. Mir gefällt das nicht. Was vor wenigen Monaten noch ein Tabu war, soll nun Alltag werden? Beschimpfen und Verunglimpfen von Minderheiten und ganzer Religionen als Normalzustand. „Man wird so müde“, schrieb jemand auf meiner Facebook-Seite.

Bitte nicht, sonst gibt es ein böses Erwachen.

Wieder ist es einem Journalisten mit guten, harten Fragen gelungen, einen Funktionär der AfD aus der Reserve zu locken. Christoph Heinemann vom Deutschlandfunk stellt sich Frau Petry in den Weg – und entlarvt sie, wie es vor kurzem auch seinem Kollegen Tim Sebastian von der Deutschen Welle gelang.

Es zeigt, wie wichtig qualitativ hochwertiger Journalismus ist. Für die AfD ist vermutlich wieder „Lügenpresse“.

„STELLEN SIE MIR EINFACH FRAGEN ZUM PROGRAMM“

Heinemann: Die AfD möchte sich an diesem Wochenende ein Programm erarbeiten, in Stuttgart beim Parteitag. Baden-Württemberg ist eines der drei Länder, in denen die Partei zuletzt ein zweistelliges Wahlergebnis erzielt hatte. In der AfD gibt es einen Vorstandssprecher, Jörg Meuthen, und Frauke Petry, die Sprecherin. Guten Morgen!

Frauke Petry: Guten Morgen.

 Heinemann: Frau Petry, in der Präambel des Leitantrages steht, die AfD wolle die Würde des Menschen bewahren. Welchen Menschen meinen Sie?

Petry: Wir machen ein Parteiprogramm, ein Grundsatzprogramm für Deutschland, für die Bürger, die in Deutschland leben. Also ist dieser Anspruch für unser Land gedacht. Das ist selbstverständlich.

Heinemann: Was hat Björn Höckes afrikanischer Ausbreitungstyp mit der Würde des Menschen zu tun?

 

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