ARD|Moderate Töne werden ausgepfiffen


Die Öffentlichkeit könne jetzt erkennen, wofür die AfD stehe – meint Parteichef Meuthen. Doch wer den Parteitag verfolgt hat, kann da seine Zweifel haben. Zwar gibt es Beschlüsse, doch bei vielen Themen bleibt die Partei gespalten.

Von Tim Herden, ARD-Hauptstadtstudio, zurzeit Stuttgart

Tag zwei auf dem AfD-Parteitag. Vor der Tür stehen zwar noch die Sperrgitter und Polizeikolonnen beziehen wieder Stellung um die Messehalle in Stuttgart. Aber es gibt keine linke Demonstranten mehr.

Drinnen sind die Reihen etwas gelichtet, aber es herrscht Unruhe im Saal. Die Linksradikalen meldeten sich heute auf andere Art. Hacker sind in das Computersystem der AfD eingedrungen und auf der Plattform „Links unten“ sind die Namen und Adressen aller Teilnehmer an diesem Parteitag veröffentlicht worden. Parteichef Jörg Meuthen ruft nun nach Hilfe durch die „Hassgestalt“ der Partei, Justizminister Heiko Maas. Er soll dagegen vorgehen.

Zuwanderungsbeschluss revidiert

Dann zeigt sich, dass sich bei einigen Teilnehmern Unbehagen breit macht über die Beschlüsse von gestern. Da hatte der Parteitag beschlossen, „Einwanderung aus fremden Kulturbereichen“ sei „grundsätzlich problematisch“ – und damit Zuwanderung weitgehend abgelehnt. Nun versuchen einige diesen Beschluss zurückzuholen, erinnern an die medizinischen Hilfskräfte von den Philippinen oder die Studierenden aus China, die nach ihrem Abschluss in Deutschland bleiben wollen.

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