Augsburger Allgemeine| Meuthen stellt Petry in den Schatten


Jörg Meuthen hält beim Parteitag der AfD eine Rede mit nationalistischen Zwischentönen und stellt Frauke Petry in den Schatten. Erkönnte der starke Mann der AfD werden. Von Peter Reinhardt

Jörg Meuthen ist stolz auf seine Partei. „Hier wird gerungen, aber es geht doch erstaunlich zivilisiert zu“, sagt der AfD-Bundesvorsitzende über den Parteitag am Sonntag. Da haben die fast 2200 Mitglieder mit erstaunlicher Disziplin schon viele Stunden in der fensterlosen Messehalle über das neue Grundsatzprogramm diskutiert und über hunderte Anträge zur Geschäftsordnung abgestimmt. Die Programmdebatte wird zur Geduldsprobe. Meuthen: „Da ist es normal, dass es zwei, drei böse Worte gibt.“

Zentrales Thema des zweiten Tages ist die Positionierung zum Islam. Dabei formuliert schon der Entwurf des Bundesvorstandes die Ablehnung plakativ: „Der Islam gehört nicht zu Deutschland.“ In der Programmatik treten die in der AfD vorhandenen Gegensätze deutlich zutage. Ein orthodoxer Islam, der „unsere Rechtsprechung nicht respektiert oder sogar bekämpft, ist mit unserer Rechtsordnung und Kultur unvereinbar“. Viele Muslime würden rechtstreu und integriert in Deutschland leben. Die sieht die AfD als „akzeptierte Mitglieder der Gesellschaft“.

 

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