domradio| AfD zur Religionsfreiheit


Unter dem Protest von Gegendemonstranten hat die AfD ihren Parteitag begonnen. Zwei Tage lang berät die rechtspopulistische Partei in Stuttgart über ihr Grundsatzprogramm. Auch die Religionsfreiheit ist Thema in Stuttgart.

Der Bundesvorsitzende der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD), Jörg Meuthen, hat die Religionsfreiheit als hohes Gut und Bestandteil der deutschen Kultur bezeichnet. Muslime hätten wie Christen in Deutschland das Recht, ihren Glauben zu leben – unter vollständiger Einhaltung der Gesetze, sagte Meuthen beim AfD-Bundesparteitag am Samstag in Stuttgart.

Deutsche Leitkultur sei allerdings nicht der Islam, sondern die christlich-abendländische Kultur. Daher könnten die Rufe des Muezzins nicht denselben Stellenwert in Deutschland bekommen wie das Läuten von Kirchenglocken.

AfD will Volkspartei sein

Meuthen, der zugleich AfD-Landesvorsitzender in Baden-Württemberg ist, betonte den Anspruch der AfD, eine Volkspartei zu sein, die die „Geschicke Deutschlands“ lenken wolle. Als neue konservative Größe werde sie Traditionen erhalten. Dies bedeute jedoch nicht, rückständig zu sein. Er sprach sich gegen eine „massenhafte und unkontrollierte Zuwanderung“ aus. Man wehre sich nicht gegen Menschen, die nach Deutschland kämen. Es sei eine „schiere Lüge“, der AfD Ausländerfeindlichkeit zu unterstellen. Allerdings wehre sich die Partei dagegen, dass „wir unser eigenes Land in ein paar Jahren nicht mehr wiedererkennen“.

Das Parteiprogramm der AfD sei tatsächlich ein „Fahrplan in ein anderes Deutschland“, erläuterte Meuthen. In diesem Punkt stimme er Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) zu, der dies so gesagt hatte. „Wir wollen weg vom links-rot-grün verseuchten 68er Deutschland – hin zu einem reifen, freien, souveränen, friedlichen, zugleich wehrhaften wie sicheren und starken Nationalstaat in Europa“, sagte Meuthen.

 

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