Welt| Petry eröffnet den Machtkampf um die Zukunft der AfD


Auf dem AfD-Bundesparteitag offenbart sich die innere Zerrissenheit der Partei. Immer wieder setzt Parteichefin Petry Spitzen gegen Vize Gauland. Mit einer Aussage verwundert sie die Anwesenden.

An diesem Chaos waren nicht die Gegendemonstranten schuld. Zwar haben die mehr als 1000 linken Protestler gegen den AfD-Bundesparteitag am Samstagmorgen das Leben in Stuttgart und zumal am Flughafen massiv beeinträchtigt, haben blockiert, gezündelt und die Polizei angegriffen. Aber dass der AfD-Parteitag stundenlang wie gelähmt war – nein, das war nicht Schuld der Demonstranten.

Denn pünktlich und weitgehend unbehelligt waren die allermeisten der rund 2400 angemeldeten AfD-Mitglieder schon um neun Uhr zur Messehalle gekommen. Aber dort dann steckten sie fest. Doch nicht wegen Blockaden, sondern weil das Anmeldeverfahren der AfD dermaßen zäh vonstatten ging, dass sich im Foyer endlose Schlangen mit der Fortbewegungsgeschwindigkeit von Impressionisten-Ausstellungen bildeten. Eine gute Stunde später als geplant, erst um elf Uhr, begann deshalb der Parteitag.

Wenn man es denn einen Beginn nennen will, dass dann weitere zwei quälende Stunden über kleinteilige Geschäftsordnungsanträge verhandelt wurde, bei denen die Versammlungsleitung durch schwer verständliche Entscheidungen für weitere Verzögerungen sorgte. Wobei die schlechte Verständlichkeit auch damit zu tun hatte, dass die Mitglieder kaum einen Überblick darüber bekommen konnten, worüber da jeweils beim Aufrufen oder Absetzen oder Verschieben von Tagesordnungspunkten gestritten wurde.

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