FAZ| Parallele zu 1933? Juden in Europa besorgt über AfD-Erfolge


Nicht nur Vertreter der Muslime fühlen sich angesichts wachsender Zustimmung für die AfD an finstere Zeiten in Deutschland erinnert. Auch der Verband der Juden Europas zieht einen Vergleich zum Aufstieg der NSDAP und fordert die Kanzlerin zum Eingreifen auf.

02.05.2016

Juden in Europa haben ihre Sorge über die wachsende Zustimmung für die Alternative für Deutschland (AfD) geäußert. Die European Jewish Association (EJA), ein Zusammenschluss jüdischer Organisationen aus verschiedenen Ländern mit Sitz in Brüssel, forderte die Bundesregierung laut einer Mitteilung vom Montag auf, gegen die AfD vorzugehen.

Die Partei sei eine „Bedrohung für die europäischen jüdischen Gemeinden, die Religionsfreiheit und den sozialen Frieden“, sagte der EJA-Vorsitzende Menachem Margolin.

Der Rabbiner, der nach Angaben des Verbands einen Brief an BundeskanzlerinAngela Merkel und Bundestagspräsident Norbert Lammert (beide CDU) schrieb, bezeichnete die AfD als eine „Warnung an die jüdische Gemeinde“. Sollte die AfD an die Macht kommen, wäre laut Margolin „die Zukunft des europäischen Judentums bedroht“.

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