mdr| Mitteldeutsche AfDler zufrieden mit Parteitag


Die AfD gibt es seit drei Jahren, ihr Parteiprogramm erst seit gestern. Am Wochenende hat ein Bundesparteitag darüber abgestimmt. Dazu waren alle AfD-Mitglieder eingeladen. Mehr als 2.000 kamen nach Stuttgart. Reaktionen darauf aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat unsere Reporterin gesammelt.

von Vera Wolfskämpf, MDR Aktuell-Landeskorrespondentin in Sachsen-Anhalt

Der thüringische Landeschef Björn Höcke gilt als jemand, der am Stuhl von Bundeschefin Frauke Petry sägt. Er gehört zum rechten Flügel der AfD. Vor dem Bundesparteitag hatte er gefordert, das Programm müsse sich stärker der sozialen Gerechtigkeit widmen. In Stuttgart meldete sich Höcke nicht zu Wort. Doch die sozialen Aspekte sieht die stellvertretende Thüringer Fraktionschefin, Wiebke Muhsal, durchaus: „Andere Dinge, die sich wiederfinden, sind zum Beispiel das Bekenntnis zum Mindestlohn, der Gedanke der aktivierenden Grundsicherung und andere Dinge, zum Beispiel, dass die Erziehungsleistung von Eltern in den Sozialversicherungssystemen stärker anerkannt wird.“ Außerdem soll es niedrigere Steuern für Mittel- und Geringverdiener geben. Auf der anderen Seite sollen Vermögens- und Erbschaftsteuer abgeschafft werden, was eher die Bessergestellten entlastet.

Die Thüringer fühlen sich jedenfalls wie die Sachsen-Anhalter im Bundesprogramm gut vertreten. Das liegt auch an dem Prozess, wie es entstanden ist: In jedem Land haben die AfDler für das Grundsatzprogramm zugearbeitet. Der sachsen-anhaltische Landeschef André Poggenburg räumt allerdings ein: „Da wir engagiert Wahlkampf geführt haben, hatten wir etwas weniger Zeit, uns als Sachsen-Anhalt zu engagieren. Grundsätzlich sind aber der Leitantrag und der Vorschlag des Bundesvorstands vollkommen akzeptabel für uns. Kleinere Änderungswünsche gab es.“

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