StN| Studie: Die AfD ist eine Partei der Besserverdiener


Von Knut Krohn 02. Mai 2016 

AfD-Vize Alexander Gauland propagiert die „Politik für den kleinen Mann“. Doch am Klientel der Partei ginge eine solche Politik vorbei.

Stuttgart – Die AfD will ein einfaches und gerechtes Steuersystem. Das hört sich sehr gut an, doch dieses Ziel haben alle Parteien in Deutschland. Im Grundsatzprogramm, das die Alternative für Deutschland am Wochenende in Stuttgart auf ihre Bundesparteitag verabschiedet hat, wird die Partei nur unwesentlich konkreter. Dort steht, dass Mittel- und Geringverdiener, insbesondere Familien, mit einem niederen Steuersatz finanziell entlastet werden sollen. Macht die Partei also „Politik für den kleinen Mann“, wie AfD-Vize Alexander Gauland unserer Zeitung jüngst im Interview erklärte. Weiter sagte er: Die Wahlanalysen in Hamburg, in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt zeigen uns, dass wir viel Zustimmung von den kleinen Leuten erhalten. Der Wahlkreis Mannheim-Nord, ein ursozialdemokratisches Pflaster, ist an die AfD gefallen. Gleiches gilt für Pforzheim. (…) Die AfD darf nicht die Menschen am unteren Ende der sozialen Skala allein lassen.“

Die AfD will keine Erbschaftssteuer

Doch wie passt zu diesem Satz, dass die Alternative für Deutschland die Erbschaftssteuer abschaffen will? 200 bis 300 Milliarden Euro werden nach Schätzungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Deutschland jährlich vererbt oder verschenkt. Ein Drittel des gesamten Erbschaftsvolumens entfällt dabei auf Vermögen von über 500.000 Euro. Klar ist also, dass vor allem die Reichen vorn diesem Schritt profizieren würden.

 

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