Welt| Hälfte der Deutschen traut AfD wenig zu – mag aber ihren Ton


Die Bürger sehen eine problematische Nähe der AfD zum Rechtsextremismus. Die Hälftebilligt ihr aber zu, sie nenne „Dinge beim Namen“. In der Sonntagsfrage schafft die Partei einen neuen Bestwert.

Drei Viertel der Deutschen werfen der Alternative für Deutschland (AfD) vor, sich nicht ausreichend von rechtsextremen Positionen zu distanzieren. Zugleich schätzt die Hälfte der Bevölkerung, dass die Partei Probleme offen anspreche. Zwar löse sie diese nicht, nenne „die Dinge aber wenigstens beim Namen“. Das geht aus dem Deutschlandtrend der „Welt“ und der ARD-„Tagesthemen“ im Mai hervor, den Infratest Dimap erhoben hat.

Dass die rechtspopulistische Partei den Zuzug von Ausländern und Flüchtlingenstärker begrenzen will als andere Parteien, finden 36 Prozent gut. Für eine Regierungsbeteiligung der AfD auf Landes- oder Bundesebene kann sich nur ein Viertel erwärmen. Derzeit versteht sich die Partei parlamentarisch ohnehin als Oppositionskraft – und keine der anderen etablierten Parteien kann sich ein Bündnis mit ihr vorstellen.

Welche Partei kann Deutschlands Probleme lösen?

Was die Kompetenz angeht, Deutschlands wichtigste Probleme zu lösen, schneidet die Union unter Führung von Kanzlerin Angela Merkel mit Abstand am besten ab: 40 Prozent der Bevölkerung sehen CDU und CSU am ehesten dazu in der Lage. Gleichwohl: Fast ein Drittel findet, dass keine der etablierten Parteien die Fähigkeiten dafür aufweist – oder kann sich nicht dazu äußern.

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