Welt| „Solche Kritik am AfD-Programm ist parteischädigend“ / Kritik unerwünscht


Scharf greift der AfD-Vorsitzende Meuthen den Hamburger Fraktionschef Kruse an. Der erklärte Teile des Parteiprogramms für „peinlich“ und „Schwachsinn“. Jetzt sagt er: Solche Kritik diene der Partei.

Die AfD pflegt anderen Parteien einen Mangel an offenen Diskussionen vorzuwerfen. Erst am vergangenen Wochenende mokierte sich Parteichef Jörg Meuthen auf dem Bundesparteitag in Stuttgart darüber, dass es bei CDU-Parteitagen „Duracell-Klatschhäschen“ gebe, die über Positionen der Parteispitze nicht kontrovers diskutieren, sondern dazu nur reflexhaft applaudieren würden. Hingegen herrsche in der AfD eine offene Streitkultur.

Aber jetzt, da in der Partei tatsächlich kontrovers gestritten wird, schwingt Meuthen gegen einen Kritiker des AfD-Mainstreams einen schweren verbalen Hammer. Jener Kritiker ist der Hamburger AfD-Fraktionschef Jörn Kruse, der nach dem Parteitag große Teile des AfD-Grundsatzprogramms heftig kritisiert hatte. „Kruses Kritik geht erstens in der Schärfe zu weit und ist zweitens, so öffentlich geäußert, geradezu parteischädigend“, sagte Meuthen der „Welt“.

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