Welt| Für AfD ist Kontakt mit Le Pen „gelebte Normalität“


Mit dem Front National ist die AfD längst verbandelt. Aber eine offizielle Verbrüderung mit den Franzosen ist bei den deutschen Rechtspopulisten umstritten. Jetzt provoziert Björn Höcke die Skeptiker.

Die meisten Deutschen sehen sie mit Schrecken. Marine Le Pen, Vorsitzende des stramm rechten Front National in Frankreich, gilt hierzulande als bedrohliche Person, um die deutsche Politiker einen großen Bogen machen. Nicht aber die AfD. „Der persönliche Kontakt mit Marine Le Pen ist gelebte Normalität“, sagte der nordrhein-westfälische AfD-Chef Marcus Pretzell der „Welt“.

Der EU-Abgeordnete hat sich bereits formell mit Le Pen zusammengetan: Pretzell ist im Straßburger Parlament kürzlich in die rechte Fraktion Europa der Nationen und der Freiheiten (ENF) eingetreten. Dieser Fraktion gehört neben der österreichischen FPÖ sowie der niederländischen PVV von Geert Wilders und der italienischen Lega Nord auch der Front National an.

„Selbstverständlich habe ich mich im Vorfeld meines Fraktionseintritts mit Marine Le Pen unterhalten“, sagt Pretzell. Solche Gespräche nicht zu führen, ergänzt Pretzell, „wäre fahrlässig gewesen“. Denn wenn man im EU-Parlament nebeneinandersitzen werde, „muss man sich miteinander unterhalten“. In Zukunft werde er mit Le Pen „sicher eine ganze Reihe persönlicher Gespräche führen“.

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