AfD zerlegt sich 2 |Meck-Pomm will Vorsitzenden absetzen


Knapp vier Monate vor der Landtagswahl muss die AfD Mecklenburg-Vorpommerns um ihre Geschlossenheit fürchten. Beim außerordentlichen Parteitag Ende Mai in Binz wollen Teile der Basis den Landesvorsitzenden Matthias Manthei abwählen lassen. Damit könnte der Plan der Parteispitze, einen weitgehend geräuschlosen „Ein-Thema-Parteitag“ zu veranstalten, scheitern. Denn eigentlich soll es ein eher kurzes Treffen im schicken Ostseebad werden. Der Landesvorstand beabsichtigt, die Schweriner AfD-Kommunalpolitikerin Petra Federau vom aussichtsreichen Listenplatz 3 abwählen zu lassen. Der Grund: Die als völkisch-national auftretende Federau hatte verschwiegen, dass sie in der Vergangenheit offenbar Frauen im Rahmen eines Escort-Service an Geschäftsleute im arabischen Raum vermittelte und dort auch selbst arbeitete.

Offenbar weitere Überraschungen bei Federau befürchtet

Die Parteispitze sieht sich getäuscht, Federau habe Gesprächsangebote abgelehnt, sagte der Co-Landesvorsitzende Leif-Erik Holm. Offenbar fürchtet man in der AfD, dass bei Federau „weitere Bomben hochgehen“ und der Wahlkampf in Gefahr gerät. Eines ist jedoch schon sicher: Federau bleibt auch bei einer möglichen Abwahl von der Landesliste Direktkandidatin der Partei in Schwerin. Die 45-Jährige steht bei der AfD-Fraktion in der Schweriner Stadtvertretung in Lohn und Brot, dort ist sie trotz aller Querelen um ihre Person weiter Fraktionsgeschäftsführerin.

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