Handelsblatt| „Alle politischen Schamgrenzen verloren“


Auf EU-Ebene sitzt die AfD in einer Fraktion mit der Front National. Eine noch engere Kooperation ist nicht ausgeschlossen. Für Europapolitiker ist damit klar: Die AfD zeigt mit der Annäherung ihr wahres Gesicht.

Europapolitiker von SPD, Grünen und FDP sehen in einer Kooperation der Alternative für Deutschland (AfD) mit anderen rechtspopulistischen Parteien im EU-Parlament eine Bedrohung für den europäischen Zusammenhalt. Hintergrund ist ein Vorstoß des ThüringerAfD-Chefs Björn Höcke, der sich für ein Treffen von Parteichefin Frauke Petry mit der Vorsitzenden des französischen Front National (FN),Marine Le Pen ausgesprochen hatte.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Joachim Poß sagte dazu dem Handelsblatt: „Unabhängig davon, ob sich Frau Petry mit Frau Le Pen trifft oder nicht, ist klar, dass die AfD in größter Nähe zur nationalistischen und rechtsextremen Ideologie von Le Pen steht, die die stärkste Bedrohung für den weiteren europäischen Zusammenhalt darstellt.“ Etwaige Unterschiede zwischen dem FN und der AfD mögen auf dem Papier stehen, bedeuteten aber nichts für das Denken, Reden und Handeln dieser Gruppierungen. „Beide Parteien wüten und hetzen, ohne den Menschen in Europa realitätstüchtige und demokratische Lösungen für die anstehenden Probleme zu bieten.“

 

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