Süddeutsche| Pegida-Chef schmeißt zwei Mitstreiter raus


  • Auch für die kommende Woche ist noch keine Pegida-Demonstrationen in München geplant.
  • Die angekündigte Solidaritätsbekundung für die AfD löst einen Machtstreit innerhalb von Pegida München aus.
  • Pegida-Chef Heinz Meyer stellt offen klar: „Pegida München bzw. Pegida Bayern hat mit dieser überflüssigen Versammlung nichts zu tun.“
  • Stefan Werner, der zu der Veranstaltung aufgerufen hatte, spricht von „monatelangem Agitieren“ gegen ihn und kündigt an: „Wir machen weiter.“
Von Martin Bernstein

Bei Pegida München fliegen die Fetzen. Ausnahmsweise geht es bei der rechten Gruppe diesmal aber nicht gegen Flüchtlinge, die Münchner Stadtspitze oder die Lügenpresse – sondern gegeneinander. Erst in dieser Woche hatte Pegida überraschend alle Veranstaltungen für die laufende Woche abgesagt; und auch für die kommende Woche hat Pegida noch keine Aktivitäten angekündigt – obwohl sie laut Bescheid des Kreisverwaltungsreferats am Pfingstmontag am Stiglmaierplatz demonstrieren dürften.

Nachdem sich bereits im März die Mit-Vorsitzende Birgit Weißmann weitgehend aus dem montäglichen Demo-Geschehen zurückgezogen hat, hat Pegida-Chef Heinz Meyer jetzt zwei Mitstreiter der ersten Stunde kaltgestellt: Beisitzer Stefan Werner und Redner Hartmut Pilch. Hintergrund des Streits, der in den sozialen Netzwerken seit Donnerstag öffentlich ausgetragen wird, ist die für heute von Werner angekündigte Solidaritätsdemonstration für die AfD auf dem Wiener Platz, zu der die Veranstalter selbst lediglich maximal zwanzig Teilnehmer erwarten. „Pegida München bzw. Pegida Bayern hat nichts mit dieser überflüssigen Versammlung zu tun“, ließ Meyer am späten Donnerstagabend auf der Facebook-Seite von Pegida München mitteilen.

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