FR| Petry soll Parteigelder abgezweigt haben


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AfD-Chefin Frauke Petry soll Geld ihrer Landtagsfraktion zweckentfremdet haben, um ihr persönliches Presseteam zu finanzieren. Das berichtet der „Spiegel“.

Der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry steht möglicherweise Ärger ins Haus: Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ bestehe der Verdacht, dass sie ihren persönlichen Sprecher aus der Kasse der sächsischen AfD-Landtagsfraktion bezahlen lasse. Das wäre ein Verstoß gegen den Grundsatz, dass aus dem Etat für parlamentarische Arbeit kein Geld für Parteizwecke abgezweigt werden darf.

Petry hat einen persönlichen Sprecher, nachdem es zum Krach mit dem AfD-Parteisprecher Christian Lüth gekommen war. Daraufhin schuf sich Petry ein eigenes Medienteam, was der Bundesvorstand aber nicht bezahlen will. Auch die sächsische AfD stellt für das Petry-Team kein Geld zur Verfügung, bestätigte der AfD-Schatzmeister dem Spiegel. Stattdessen nutze die 40-jährige Dresdnerin offenbar Geld des Landtags, mutmaßt der Spiegel. Ihr neuer Sprecher Markus Frohnmaier habe gesagt, er sei als Fraktionsreferent angestellt. Auch Petrys Medienberater, der Ex-„Focus“ Redakteur Michael Klonovsky erhalte zum 1. Juni einen Vertrag, den weder die Bundes- noch die sächsische AfD finanziere. Anfragen, ob Klonovsky von der Fraktion oder aus Petrys Abgeordneten-Diät bezahlt werde, seien unbeantwortet geblieben. Nach Angaben des Landesrechnungshofs dürfen „Fraktionszuschüsse nicht für die Zwecke der Parteien verwendet werden“. Petry selbst stellte Frohnmaier und Klonovsky in einer Rundmail an Journalisten als ihr „Team für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit als AfD-Parteivorsitzende“ vor.

 

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