queer.de| Das krude Weltbild der „Homosexuellen in der AfD“: AfD-Homos werben für „gesunde Gesellschaft“ aus Hetero-Familien


Bei einem entlarvenden Auftritt der „Homosexuellen in der AfD“ in Nürnberg wurde gegen „schrille“ Schwule gepoltert. Mirko Welsch bezeichnete Volker Beck als „Krebsgeschwür der Schwulenbewegung“.

Von Norbert Blech

Bei Vorträgen ausgerechnet zum Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie haben die führenden Vertreter der „Homosexuellen in der AfD“ am Dienstag in Nürnberg gezeigt, wie egal ihnen die Belange und Rechte von Schwulen und erst Recht von Lesben oder gar Transsexuellen sind. Die Veranstaltung am 17. Mai unter dem Titel „Schwule und Lesben gegen den Genderwahn“ war vorab mit einem Banner in Regenbogenfarben auf dem rechten Hetzportal „Politically Incorrect“ beworben worden und wurde im kleinen Saal der Meistersingerhalle von der AfD Nürnberg durchgeführt.

Deren Kreisvorsitzender Martin Sichert, den der frühere Parteichef Bernd Lucke noch wegen revisionistischer Aussagen aus der Partei werfen wollte, behauptete zur Einführung, dass sich viele Homosexuelle an seine Partei wenden würden, da sie sich von Organisationen wie dem örtlichen LGBT-Zentrum Fliederlich nicht vertreten fühlten, „sondern gar in ein schlechtes Licht gerückt sehen: Sie wollen schlicht, ganz normal, Teil der Gesellschaft sein. Sie wollen nicht ihre Sexualität zum Markte tragen, vor allem nicht in einer schrillen Form.“ Ein Homosexueller habe ihm berichtet, wie „verstörend“ diese Schwulen für ihn seien: Sie sorgten für „Unverständnis“ in der Bevölkerung, weil diese Zurschaustellung vielen Menschen „zu schrill und zu belästigend“ sei.

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