TA| SPD-Bundesvize will Schultür für Thüringer AfD-Mann Björn Höcke für immer schließen


Auch Hessens Grüne befürworten Entfernung des Thüringer AfD-Chefs aus dem Schuldienst. Verwaltungsrechtler sieht Beamten-Treuepflicht durch Höcke verletzt.

Frankfurt/Main. Der Vize-Bundesvorsitzende der SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel, hält eine Rückkehr des Thüringer AfD-Landeschefs und Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke in den hessischen Schuldienst für ausgeschlossen: „Wer die Religionsfreiheit infrage stellt, verlässt den Boden unserer Verfassung, und ist zur Erziehung unserer Kinder ungeeignet. Sollte Herr Höcke also jemals in den Landesdienst zurückkehren, kann er auf keinen Fall unterrichten“, sagte Schäfer-Gümbel dem „Handelsblatt“.Hintergrund ist die Haltung Höckes zum Islam. Im Interview mit der „Thüringischen Landeszeitung“ vom 26. März hatte Höcke erklärt, dass es für ihn nicht infrage komme, den Islam unter die Religionsfreiheit zu stellen. „Wer über rassische Überlegenheit schwadroniert und die Religionsfreiheit einschränken möchte, hat als Lehrer im Unterricht nichts verloren“, betonte Schäfer-Gümbel. Die beiden Landesvorsitzenden der hessischen Grünen bekräftigten gegenüber dem „Handelsblatt“, sie würden Hessens KultusministerAlexander Lorz (CDU) darin unterstützen, dass Höcke an einer hessischen Schule nicht mehr unterrichten dürfe. Die FDP fordert, ein Disziplinarverfahren gegen ihn zu eröffnen.

Lorz hatte schon Anfang Januar Höcke eine Art Schulverweis erteilt. Auslöser war damals dessen Rede bei einer Veranstaltung in Sachsen-Anhalt, wo er von einem „lebensbejahenden afrikanischen Ausbreitungstyp“ gesprochen hatte.

 

weiterlesen

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: