tagesspiegel| AfD streitet um Schulterschluss mit Pegida


Namhafte AfD-Politiker wollen eine Zusammenarbeit mit der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung. Die Bundesvorsitzende Frauke Petry bleibt reserviert.

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Es war der erste Auftritt eines Pegida-Vertreters bei einer Kundgebung der AfD in Erfurt. Siegfried Däbritz, stellvertretender Chef der islam- und fremdenfeindlichen Bewegung, war am Mittwochabend in die thüringische Landeshauptstadt gekommen, um vor rund 700 Zuhörern den Protest gegen den geplanten Bau einer Moschee anzuheizen.

Eine „Aufklärungskampagne“ kündigte Däbritz an, „um den Bau zu verhindern“. Auf dem Domplatz willkommen geheißen wurde der Pegida-Wortführer vom thüringischen AfD-Chef Björn Höcke, der Pegida jüngst als einen Wegbereiter für die Wahlerfolge der AfD bezeichnet hatte. Auch Höcke sprach gegen die Moschee-Pläne. Er sei in Sorge, dass am Erfurter Dom künftig der Halbmond als Symbol des Islam zu sehen sein werde.

Däbritz gab sich auf der Kundgebung schwärmerisch, wie die „FAZ“ berichtete. „Wir werden eine große Zeitenwende erleben in Europa. Wir sind ein Teil davon. Das sind wir unseren Kindern und auch unseren Ahnen schuldig“, sagte er. In Anspielung auf AfD und Pegida fügte Däbritz hinzu: „Wir haben erreicht, dass die Wahlbeteiligung wieder gestiegen ist. Wir haben die Grenzen dessen verschoben, was mit klaren Worten angesprochen werden muss. Wir haben das Schweigen der neuen Einheitspartei Deutschlands durchbrochen.“

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