AI: Rassistische Gewalt in Deutschland stoppen


Menschenrechte kennen keine Grenzen

Brandanschläge, Angriffe, Gewaltandrohungen undEinschüchterungen: Deutschland erlebt einedrastische Zunahme rassistischer Gewalt. Täglich werden Menschen angegriffen – sei es wegen ihrer äußeren Erscheinung, ihrer angenommenen Religion oder anderer Zuschreibungen. 2015 wurden Flüchtlingsunterkünfte laut offiziellen Angaben 1.031 Mal zum Ziel von Straftaten – fünfmal so oft wie im Jahr zuvor.

Das ist ein Skandal, den wir nicht hinnehmen dürfen. Rassistische Gewalt und Diskriminierung müssen gestoppt werden! Jede rassistische Tat ist ein Angriff auf den Kern der Menschenrechte – die Gleichheit aller Menschen.Amnesty International startet deshalb heute eine Kampagne gegen rassistische Gewalt in Deutschland.

Setzen Sie sich gegen rassistische Gewalt ein! Fordern Sie die Innenminister der Länder und den Bundesinnenminister dazu auf, alles zu unternehmen, um Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland vor rassistischen Angriffen zu schützen: https://www.amnesty.de/rassismus-stoppen

Zum Start der Kampagne hat Amnesty International heute einen umfassenden Bericht veröffentlicht, für den in mehreren Bundesländern recherchiert wurde. Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner waren sowohl Betroffene von rassistischer Gewalt, als auch Vertreterinnen und Vertreter von Polizei und anderen Behörden.

Das Ergebnis: In den wenigsten Fällen werden die Verantwortlichen für rassistische Gewalt zur Rechenschaft gezogen. Die deutschen Strafverfolgungsbehörden sind zu häufig nicht in der Lage, rassistische Straftaten als solche zu erkennen, zu verfolgen oder zu verhindern. In vielen Fällen vernachlässigt die Polizei rassistische Motive und erfasst sie beispielsweise lediglich als sogenannte Gewaltdelikte.

Unterzeichnen Sie unsere Online-Petition! Fordern Sie eine unabhängige Untersuchung, um aufzuklären, inwieweit institutioneller Rassismus in der Polizei die Ermittlungen zu rassistischen Straftaten behindert:https://www.amnesty.de/rassismus-stoppen

Ein bekannter Fall ist die Mordserie des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Jahrelang hatten die Ermittlungsbehörden rassistische Motive unbeachtet gelassen und Verwandte der Opfer wie Tatverdächtige behandelt. Amnesty sieht darin eindeutliches Anzeichen für institutionellen Rassismus.

Daraus müssen endlich Konsequenzen folgen: Behörden müssen dafür sensibilisiert werden, rassistische Taten und Denkmuster nicht zu verharmlosen, sondern als solche anzuerkennen. Alle Menschen haben ein Recht darauf, sich in Deutschland sicher zu fühlen – egal woher sie kommen, welcher Religion sie angehören oder wie sie aussehen.

Fordern Sie die Innenminister dazu auf, die rassistische Gewalt in Deutschland zu stoppen und Betroffene besser zu schützen. Unterzeichnen Sie jetzt unsere Online-Petition: https://www.amnesty.de/rassismus-stoppen

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