Welt| Starb V-Mann „Corelli“ durch Rattengift?


Überraschende Wende im Düsseldorfer NSU-Untersuchungsausschuss: Bisher galt eine Zuckererkrankung als Todesursache von V-Mann „Corelli“. Doch nun hält der Gutachter auch Rattengift für eine Erklärung.

Zwei Jahre nach dem Tod des V-Mannes „Corelli“ wirft ein Gutachter neue Fragen auf. Bislang war die zuständige Staatsanwaltschaft in Paderborn davon ausgegangen, dass der Mann in ein diabetisches Koma gefallen und dann gestorben sei. Keine Fremdeinwirkung möglich oder gar feststellbar.

Nun hat der von der Staatsanwaltschaft beauftragte Gutachter Werner Scherbaum vor dem NSU-Untersuchungsausschuss in Düsseldorf seine Meinung geändert und ausgesagt, dass „Corelli“ – zumindest theoretisch – doch vergiftet worden sein kann.

„Corelli“, der mit richtigem Namen Thomas Richter hieß und aus Halle an der Saale stammt, hatte von 1994 an 20 Jahre für das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) gespitzelt. Als er 2012 enttarnt wurde, flog das BfV den Mann sofort ins Ausland, holte ihn dann wieder zurück, um ihn schließlich in Paderborn anzusiedeln. Lange war es ruhig um Richter, der erwiesenermaßen nur einmal Kontakt zu einem späteren Mitglied des NSU hatte. 1995 hatte er dem BfV über ein Treffen mit Uwe Mundlos berichtet.

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