TA| Wie ein Nordhäuser Keller ins Visier der NSU-Ermittler geriet


Erfurt. Erfurt. Ein etwas eigentümlicher Kellereinbruch Ende September 2014 in Nordhausen erregte vor einiger Zeit auch das Interesse der NSU-Ermittler beim BKA, dem Bundeskriminalamt.

Der Besitzer des Abstellraums war stutzig geworden, weil nach einem Einbruch plötzlich ein kleineres Schloss samt Schlüssel vor seiner Kellertür hing. Er rief die Polizei.Ein Beamter sicherte das falsche Vorhängeschloss, damit es Kriminaltechniker näher untersuchen konnten. Der Beamte soll Handschuhe getragen haben. In Thüringen wird bei Einbrüchen immer häufiger neben Fingerabdrücken auch nach DNA gesucht, um möglichen Diebesbanden auf die Spur zu kommen.So auch beim verdächtigen Schloss: Das Aufspüren genetischen Materials verlief erfolgreich und die gefundene DNA-Spur wurde mit weiteren Spuren in Datenbanken verglichen. Der genetische Fingerabdruck vom Vorhängeschloss ergab einen Treffer. In der DNA-Datenbank beim BKA war dieser bereits als deutlich ältere Spur vorhanden, allerdings mit unbekanntem Verursacher.

Mögliche Zschäpe-Spur an einer Briefmarke

Brisant machte diesen Treffer der Fundort der ersten DNA-Spur. Denn die gleiche DNA soll auch an einem Briefumschlag sichergestellt worden sein, der am 31. Dezember 1996 inJena im Briefkasten einer Zeitungsredaktion gelegen hatte. Es war eine von drei Briefbombenattrappen, die in Jena zudem die Polizei und die Stadtverwaltung erhalten hatten.

 

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