Volksfreund| Ältestenrat des Landtags befasst sich mit Zwischenrufen der AfD-Fraktion


„Hetzer“, „Brandstifter“ – diese beiden Zwischenrufe aus den Reihen der AfD haben am Dienstag ein Nachspiel: Der Ältestenrat des Landtags befasst sich mit dem Thema. Dabei entscheidet alleine der Präsident, welcher Zwischenruf wie zu ahnden ist.

„Sie sind ein Schwein, wissen Sie das?“, „Übelkrähe“, „Waschen Sie sich erst einmal! Sie sehen ungewaschen aus.“ – Die Zwischenrufe des einstigen SPD-Fraktionschefs Herbert Wehner sind legendär. Für die Ewigkeit unerreicht bleiben dürfte aber auch die stolze Zahl von 77 (!) Ordnungsrufen, die der 34 Jahre lang im Bundestag sitzende Genosse dafür kassierte.

Gemessen an dem alten Haudegen Herbert Wehner und seinen politischen Weggefährten sind Anzahl und „Qualität“ der parlamentarischen Zwischenrufe längst merklich zurückgegangen. Im Mainzer Landtag gab es etwa in der vergangenen Legislaturperiode insgesamt nur acht Ordnungsrufe, in der Legislatur davor waren es sogar nur schlappe sechs. Da kassierte etwa ein Parlamentarier einen Ordnungsruf des Landtagspräsidenten, weil er Äußerungen des politischen Gegners als „Schizophrenie“ bezeichnete, ein anderer, weil er einen Redner indirekt mit der Bemerkung bedachte, „der Intelligenzquotient tendiert gegen null“.

 

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