Meedia| AfD-Frontfrau und die Wahrheit: Studie entlarvt Frauke Petry als TV-Talkgast mit meisten Falschaussagen / Wahrheit ist nicht ihre Stärke


Schüler der Kölner Journalistenschule haben Aussagen von Politikern überprüft

Fast jeden Tag sitzen Deutschlands Spitzenpolitiker in den Talkshows der öffentlich-rechtlichen Sender zusammen und liefern sich verbale Schlagabtäusche. Für Zuschauer ist es fast unmöglich alle Tatsachenbehauptungen der Talk-Gäste nachzuvollziehen. Volontäre der Kölner Journalistenschule haben dies nun nachträglich getan und den Aussagen einen Faktencheck unterzogen. Am schlechtesten bei weg kam AfD-Politikerin Frauke Petry.

Im Faktenzoom hat die KJS die Aussagen jener Politiker unter die Lupe genommen, die zwischen Dezember 2015 und März dieses Jahres für ihre Partei am häufigsten in deutschen Talkshows saßen. Insgesamt 351 Aussagen haben die Journalistenschüler notiert und auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft. Das Ergebnis: Jede siebte Behauptung soll nicht den Fakten entsprochen haben.

Negative Spitzenreiterin war demnach AfD-Politikerin Frauke Petry, die im genannten Zeitraum (in den Talkshows „Anne Will“, „hart aber fair“, „Maybrit Illner“ und „Menschen bei Maischberger“) drei Talkshow-Auftritte wahr nahm und in 28,9 Prozent der überprüfbaren Aussagen daneben lag. Dahinter liegt Bayerns Finanzminister Markus Söder von der CDU mit 21,9 Prozent falschen Fakten.

Der treffsicherste Gast war der Recherche zufolge CDU-Politiker Armin Laschet (6,5 Prozent Falschaussagen), gefolgt von SPD-Bundestagsfraktionschef Thomas Oppermann (9,1 Prozent) und FDP-Chef Christian Lindner (12,5 Prozent).

Eine Auflistung aller Rechercheergebnisse haben die KJS-Schüler auf der Projektseite Faktenzoom.de veröffentlicht. Darüber hinaus geben die Journalisten in einem Leitfaden Einblick in ihre Recherche-Methodik.

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