Welt| Die brandgefährliche radikal-Rhetorik der AfD


von Philip Cassier

„Raumfremde Menschen“, „verseuchtes Deutschland“, „Überflutung“: Die AfD spielt mit Tabus. Wer sie beim Wort nimmt, muss einsehen, dass mit dieser Partei kein demokratischer Staat zu machen ist.

Viel ist in den vergangenen Monaten darüber diskutiert worden, ob es sich bei der AfD um eine Partei mit demokratischem Selbstverständnis handelt. Spätestens seit Alexander Gaulands Einlassungen rund um den deutschen Fußball lässt sich behaupten, dass ein Teil der Parteispitze kein Interesse hat, ein solches Selbstverständnis öffentlich an den Tag zu legen.

Es ist also ein guter Zeitpunkt zu analysieren, wie es um das Bewusstsein führender AfD-Repräsentanten bestellt ist. Nach dem Soziologen Max Weber ist Politik „ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich“ – also das mühsame Ringen um Kompromisse, von denen alle wissen, dass sie vorläufig sind.

Selbstverständlich ist dies keine erschöpfende Definition, doch grundsätzlich bedeutet Politik das Vorhandensein eines Raums – Polis –, in dem Argumente frei ausgetauscht und verhandelt werden können. Und in bestimmten Fällen kann selbst eine „radikale“, nicht durch Kompromisse getrübte Lösung die richtige sein.

 

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