Reuters| AfD-Spitzen streiten über Aufstellung für Bundestagswahl


In der rechtspopulistischen AfD wird über die Aufstellung für die Bundestagswahl 2017 gestritten.

„Es ist nicht die Zeit, eine Spitzenkandidatur auszurufen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende Alexander Gauland am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Dagegen hat Parteichef Jörg Meuthen nach einem Vorabbericht der „Bild“-Zeitung AfD-Vorstandsmitglied Alice Weidel als Spitzenkandidatin vorgeschlagen. „Wir glauben nicht, dass heute oder morgen eine Spitzenkandidatur in der AfD notwendig oder das Ziel unseres Handels sein sollte“, sagte Gauland und ergänzte: „Wir können uns auch ein Spitzenteam vorstellen.“

Bislang galt Co-Parteichefin Frauke Petry als wahrscheinliche Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl. Die AfD-Bundesvorstandsmitglieder Albrecht Glaser und Dirk Driesing haben sich bereits öffentlich für die 41-Jährige ausgesprochen. Parteiintern heißt es jedoch, Petry genieße in großen Teilen der Parteispitze keinen Rückhalt.

Der baden-württembergische Fraktionschef Meuthen hat bislang einen Wechsel in die Bundespolitik ausgeschlossen. Zudem muss er kommenden Dienstag selber eine Machtprobe bestehen. Auf sein Betreiben hin wird dann die AfD-Landtagsfraktion über den Ausschluss ihres Mitgliedes Wolfgang Gedeon wegen antisemitischer Äußerungen entscheiden. Meuthen hat persönliche Konsequenzen angedroht, sollte Gedeon Fraktionsmitglied bleiben.

 

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