Stern| AfD will Petry als Spitzenkandidatin verhindern


Das ist bitter für Parteichefin Frauke Petry: Die AfD plant intern offenbar, sie als Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl zu verhindern. Aber wer soll dann der Kandidat werden?

Eine Gruppe einflussreicher AfD-Politiker will die Parteivorsitzende Frauke Petry als Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl 2017 verhindern. Petry dürfe sich nicht als alleinige Spitzenkandidatin in Stellung bringen, hieß es am Mittwochabend aus dem Kreis der Petry-Gegner. Zu ihnen zählen neben dem Vorsitzenden der Thüringer AfD-Landtagsfraktion, Björn Höcke, auch Mitglieder des Bundesvorstandes der Partei. Petry selbst wollte sich dazu am Donnerstag nicht äußern.

Ihre Gegner ließen die Frage, wen sie sich statt der Vorsitzenden auf dem Spitzenplatz wünschen, erst einmal offen. Nur der Co-Vorsitzende Jörg Meuthen wagte sich mit einem Vorschlag an die Öffentlichkeit. Er sagte der „Bild“-Zeitung: „Ich könnte mir Alice Weidel sehr gut als Spitzenkandidatin vorstellen. Sie hat dafür das Format und wird sich in wenigen Tagen öffentlich äußern.“

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Weidel gehört zu Meuthens Landesverband. Doch diese „Nominierung“ war mit ihr so wohl nicht abgesprochen. Sie reagierte am Donnerstag etwas erstaunt und sagte: „Ich freue mich über das von Jörg Meuthen entgegengebrachte Vertrauen und den Zuspruch, den ich für meine Arbeit in den verschiedenen Gremien bekomme. Allerdings ist die Frage der Spitzenkandidatur für mich kein Thema.“

 

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