BerlinerZeitung| Ärger um Geldspenden Die Pegida-Führung zerlegt sich selbst


Nach schlimmer kommt: noch schlimmer. Seit Tagen überziehen sich die Führungsfiguren der Dresdner Wutmenschenbewegung Pegida im Internet mit wüsten Beschimpfungen. Im Zentrum stehen die beiden Frontleute der selbsternannten Patriotischen Europäer: Lutz Bachmann, 43, mehrfach verurteilter Kleinkrimineller und Mitgründer sowie Tatjana Festerling, 51, ehemals AfD-Politikerin in Hamburg und bislang Pegidas Fachfrau für grobe Reden.

Gegenseitig prügeln sie im Netz aufeinander ein und bezichtigen sich gegenseitig der Lüge. Ausgangspunkt der Streitereien ist ein Redeverbot, das Bachmann seiner ehemaligen Mitstreiterin im April erteilt haben soll, weil sie ihm ihr Redemanuskript nicht zur Genehmigung habe vorlegen wollen. Danach kam es zum Krach und zum Rauswurf Festerlings als „Pegida-Schädling“.

Ärger um die AfD

Nun gehen beide hemmungslos aufeinander los. „Politisch nicht sonderlich begabt“, urteilt der Dresdner Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt über die Führungsriege der angeblich besorgten Mitbürger. Man behimpft sich in einer Weise, in der es bislang nur gegen Angela Merkel, Heiko Maas oder andere „Volksverräter“ ging. Man unterstellt sich gegenseitig, womöglich auf der Lohnliste des Verfassungsschutzes zu stehen.

 

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