Handelsblatt| Ex-AfD-Mitglied Festerling fliegt raus


Inwieweit sich der Bruch in der Führung auch nachhaltig auf die Zahl der Pegida-Anhänger auswirkt, bleibt abzuwarten. Am kommenden Montag wird man es sehen bei der nächsten Kundgebung in Dresden. Dort war Festerlings wochenlanges Fernbleiben natürlich aufgefallen. „Tatjana, wir vermissen dich“, war immer wieder auf Plakaten zu lesen. Auf eine offizielle Erklärung warteten die Pegidianer jedoch lange vergeblich. Erst Anfang der Woche hatte „Ed der Holländer“, ein Aktivist der ersten Stunde, den Krach bei Facebook öffentlich gemacht. Seither wird schmutzige Wäsche gewaschen.

Neben einem „laxen Umgang“ mit Spenden und einem „diktatorischen, geradezu totalitären“ Gebaren wirft Festerling Bachmann auch vor, AfD-Chefin Frauke Petry stürzen zu wollen. Für entsprechende Äußerungen gebe es „Beweise“, schreibt sie. Petry hatte als sächsische Fraktionsvorsitzende im Januar 2015 den später wieder zurückgenommenen Rückzug Bachmanns aus der Pegida-Führung verkündet, noch bevor das „Orgateam“ dies selbst getan hatte. Anlass waren damals Postings des 46-Jährigen, in denen er Flüchtlinge als „Viehzeug“, „Gelumpe“ und „Dreckspack“ bezeichnet.

 

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