LausitzerRundschau| NSU-Prozess: Verfassungsschutz in Brandenburg wusste von Rohrbombe


V-Mann-Führer sagt aus / Zschäpe-Zoff mit Anwältin

MÜNCHEN Der Brandenburger Verfassungsschutz besaß Informationen darüber, dass ein Neonazi „Rohrbomben testet und zur Explosion bringen wollte“. Das sagte der V-Mann-Führer des geheimen Informanten „Piatto“ am Donnerstag als Zeuge im Münchner NSU-Prozess.

Die Information habe er von „Piatto“ erhalten. Dieser hatte auch berichtet, dass die Anführer der sächsischen „Blood & Honour“-Gruppierung in Chemnitz planten, das untergetauchte Trio des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) mit Geld und Waffen auszustatten.

Ob es einen Zusammenhang zwischen der Rohrbombe und dem NSU-Trio gebe oder ob neben der Chemnitzer Gruppe weitere Neonazis versuchten, Waffen für die drei zu organisieren, wisse er nicht, sagte der Zeuge. Ebenso wenig habe er erfahren, welche Behörden in die von „Piatto“ gelieferten Informationen eingeweiht wurden. Nebenklage-Anwalt Thomas Bliwier bezweifelte die Aussage des V-Mann-Führers und äußerte die Vermutung, er sage nicht die Wahrheit.

 

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