tagesanzeiger| Rechtspopulisten präsentieren ihr «Europa à la carte»


Bei einem Treffen in Wien fordert Marine Le Pen, die Chefin des Front National, Volksabstimmungen über die EU nach britischem Vorbild.

Auf dem Plakat hinter dem Podium breitet ein mächtiger Weisskopf-Seeadler seine Schwingen über den Grenzen Europas aus. Warum die Rechtspopulisten sich ausgerechnet unter dem Wappentier der USA versammeln, bleibt ihr Geheimnis. Warum sie drei Tage vor Sommerbeginn noch schnell einen «patriotischen Frühling» ausrufen, erklärt hingegen der Vorsitzende der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), Heinz-Christian Strache: Die EU befinde sich im «tiefsten Winter», nur Patrioten könnten Europa «zum Blühen bringen».

Strache hat die Führer befreundeter nationalistischer Parteien nach Wien geladen, um eine «Kooperation für Frieden, Sicherheit und Wohlstand» zu besiegeln. Gekommen sind aus Frankreich die Vorsitzende des FN, Marine Le Pen, aus Deutschland AfD-Landesvorsitzender und EU-Abgeordneter Marcus Pretzell, aus Tschechien Tomio Okamura sowie Mitglieder der rechtspopulistischen EU-Fraktion «Europa der Nationen und der Freiheit» (ENF) aus England, Italien, Belgien und Rumänien.

 

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