Welt| Kritik an „bizarrem Hineinregieren“ von Petry


Der Machtkampf in der AfD geht in eine neue Runde: AfD-Chefin Petry wirft ihrem Ko-Vorsitzenden Meuthen vor, den Streit über den Ausschluss eines Abgeordneten zu eskalieren. Der kontert sofort.

In der AfD-Spitze geht die Auseinandersetzung zwischen Frauke Petry und Jörg Meuthen in die nächste Runde. Im Konflikt über den Ausschluss des Landtagsabgeordneten Wolfgang Gedeon wegen antisemitischer Positionen aus der Landtagsfraktion in Baden-Württemberg, greift die Parteichefin ihren Ko-Vorsitzenden scharf an.

Meuthen habe ohne vorherigen Kontakt mit der Fraktion „medienöffentlich mitgeteilt, dass er sein Amt als Fraktionsvorsitzender im Landtag aufgeben werde, wenn die erforderliche Zweidrittelmehrheit zum sofortigen Ausschluss von Herrn Dr. Gedeon aus der Fraktion nicht zu Stande komme“, schrieb Petry am Sonntag in einer Erklärung an alle AfD-Mitglieder.

Durch diese Vorgehensweise sei „die Causa Gedeon von der Sachebene auf die persönliche Ebene verlagert“ worden. Allein daraus habe „sich die gespaltene Meinung innerhalb der Fraktion“ ergeben. Der baden-württembergische AfD-Fraktionschef hatte offenbar Hinweise, dass mehrere Abgeordnete seiner Partei sich gegen den Rauswurf Gedeons stemmen würden, und damit gedroht, sein Amt aufzugeben. Am Dienstag will die Fraktion über den Ausschluss Gedeons entscheiden – und damit möglicherweise über das Schicksal von Meuthen als Fraktionschef.

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