StZ| AfD-Attacke gegen Gymnasiallehrer


Von Götz Schultheiss 25. Juni 2016 – 12:30 Uhr

Eine Auseinandersetzung der Alternative für Deutschland (AfD) mit dem Eduard-Spranger-Gymnasium (ESG) in Bernhausen im Filderstadter Amtsblatt sorgt für Wirbel.

Eine Auseinandersetzung der Alternative für Deutschland (AfD) mit dem Eduard-Spranger-Gymnasium (ESG) in Bernhausen im Filderstadter Amtsblatt sorgt für Wirbel. Joachim Stahl, Sprecher des AfD-Ortsverbands Filder, ist darin am 10. Juni an die Öffentlichkeit getreten. Er gratuliert dem ESG zur Auszeichnung als Fair-Trade-Schule. Schon in den ersten Sätzen verteilt er verbale Ohrfeigen: „Wir wissen, dass die AfD im Eduard-Spranger-Gymnasium nicht viele Sympathien genießt. Das Lehrerkollegium dort ist stark rot-grün geprägt und überträgt diese politische Einstellung natürlich auch auf die Schülerschaft.“ Danach stempelt er die Schule zum Helfer der AfD-Parteiziele: „Die schlechten wirtschaftlichen Bedingungen in vielen afrikanischen und asiatischen Ländern sind ein wesentlicher Grund für die derzeitige Massenzuwanderung nach Europa.“ Es sei unmöglich, die „Milliarden von Menschen aus aller Welt“, denen es schlechter gehe als uns, bei uns anzusiedeln. Dies würde zum Zusammenbruch des Sozialstaats führen: „Ein Land kann entweder ein Einwanderungsland oder ein Sozialstaat sein. Beides zusammen ist unvereinbar.“ Fairer Handel leiste einen Beitrag dafür, dass die Menschen in ihrer Heimat blieben.

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