BILD| MARGOT KÄSSMANN | AfD will Nazi-Sprache salonfähig machen


Worte haben eine ungeheure Macht. Und die Sprache zeigt, was Menschen denken, von welcher Welt sie reden.

Der Thüringer AfD-Vorsitzende Björn Höcke spricht von seiner Partei als „Tat-Elite“ gegenüber einer „durchgeknallten Pseudoelite“, die dominiert werde von „Maulhelden mit Untertanengeist“, das seien „Niedergangsgewinnler“. Er knüpft damit bewusst an die Sprache der Nationalsozialisten an. Die SS sah sich als „Tat-Elite“ an. Als „Kriegsgewinnler“ wurden nach 1945 Männer bezeichnet, die nicht fürs Vaterland gekämpft, sondern sich gedrückt und vom Krieg profitiert hatten.

Herr Höcke ist nicht dumm, er hat sogar als Lehrer gearbeitet. Da graust es mir. Was wollte er seinen Schülern weitergeben? Will da eine „Tat-Elite“ die Würde anderer Menschen wieder erst durch Sprache, dann durch Ausweisung, schließlich durch Ghettoisierung und Mord außer Kraft setzen?

 

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